Hüttensee

Von FrüherVon Früher

Wie der Name „Meißendorf“ schon vermuten lässt, ist die Entstehung des Ortes mit dem kleinen Fluss Meiße verbunden. Zuerst siedelten einige Höfe entlang der Meiße und hatten dadurch eine gesicherte Wasserversorgung.

Die Ursprünge von Meißendorf bleiben leider unklar, weil aus der Zeit vor dem Mittelalter sehr wenig überliefert ist. Nach der Ortsnamenkunde ist die Entstehung von Meißendorf in die Zeit um 800 nach Christus zu legen. Es ist aber von durchaus älteren, hier bestehenden Einzelhofsiedlungen auszugehen.

GeschichtlichesGeschichtliches

Einer dieser Höfe, der in der heutigen Ortsmitte lag, war der Jasperhof. Der Jasperhof wurde um 1300 aus der Ortsmitte ausgesiedelt und begründete das Gut Sunder (von sonder, abgesondert). Die Lehnsempfänger waren die Adeligen von der Metze.

Die Landwirtschaft erschließt neue Flächen.

Um die Bedingungen für die Viehhaltung zu verbessern, wurde frühzeitig eine Wiesenbewässerung angelegt. Die um 1550 nördlich von Gut Sunder vorhandenen „Neuen Wiesen“ gehen auf Bewässerungsideen des Jahres 1476 zurück: der Herrengraben wurde bei Gudehausen von der Meiße abgezweigt und brachte Wasser zu den Neuen Wiesen.

Ein ausgeklügeltes System bewässerte die ca. 250 ha so gut, dass diese 190 Parzellen als Weideland bzw. Heuwiese weithin begehrt waren; so unterhielten auch Landwirte aus Offen und Bergen hier Flächen zur Heumahd.

Die Landschaft wandelt sich.

Das Landschaftsbild änderte sich mit der im 19. Jhdt. einsetzenden Aufforstung von Heideflächen mit Nadelwald. Weiterhin wurde ab 1860 im Ostenholzer bzw. Bannetzer Moor vermehrt Ackerland durch die Moorbrandkultur kultiviert. Dies ermöglichte bessere Lebensbedingungen und einen entsprechenden Anstieg der Bevölkerung, begünstigt auch durch die neu befestigte Straße nach Winsen. In diese Zeit fällt auch die Entstehung der Wasserlandschaft um den Hüttensee bzw. um das Gut Sunder.

Quelle: Dorferneuerung Meißendorf 1997/98
Etwas mehr zur Meiße weiß auch Wikipedia.

Hof-Skizze von Meißendorf

Die leider undatierte Skizze zeigt den frühen Gebäudebestand von Meißendorf.

Die dargestellten Höfe dürften die Voll- und Halbhöfe der ersten mittelalterlichen Besiedlung wiedergeben. Die ursprüngliche Größe ist teilweise  noch heute an den ausgedehnten Hofparzellen zu erkennen, die sich zur Meiße hin ausrichten: Kräugershof (Hohls) in Hartmannshausen, Timmenhof (Schridde bzw. Ehlers), Weenershof (Rode-Lammers, einige Meter versetzt neugebaut weil abgebrannt), Jasperhof (aufgeteilt siehe unten), Theisenhof (Kursawe), Rarkenhof, Beckmannshof (Söhnholz), Henshof (Alps, Bührke), Veihförshof (Hasselmann).